Merkmale

Mittelgroße Unternehmen

TRADEMUS ist auf mittelgroße Unternehmen spezialisiert, die sich oft schon etwas oberhalb der KMU-Grenzen in industriellen Dimensionen befinden.

In dieser Größenordnung, auch MidCap genannt, sind unsere Klienten in vollem Umfang von den Folgen der Globalisierung und Digitalisierung betroffen, verfügen aber noch nicht über die Finanzkraft und Managementressourcen von großen Konzernen. Andererseits bekommen sie auch nicht mehr  die staatlichen Fördermöglichkeiten von Kleinbetrieben.

Auftraggeber sind je nach Themenstellung der Inhaber bzw. die Inhaberin, die (designierten) Familiennachfolger, andere Nachkommen oder Mit-Gesellschafter oder auch der Aufsichtsrat, Testamentsvollstrecker oder Stiftungsorgane.

Neben der exklusiven Einzelberatung bestimmter Familienmitglieder, Gesellschafter oder Organmitglieder übernimmt TRADEMUS auch Aufträge zur überparteilichen Konfliktlösung oder zur ganzheitlichen Prozessbegleitung.

Unsere in drei Jahrzehnten erworbene Branchenkompetenz umfasst ein breites Spektrum der Zulieferindustrie, der Konsumenten-Produkte, des Gesundheitsmarkts, des (Online)-Handels und der (Logistik)-Dienstleistungen.

Einige Zahlen zum deutschen Mittelstand
  • Der Mittelstand wird häufig in einen Topf geworfen. Das führt zu einem völlig verzerrten Bild der tatsächlichen Größenverhältnisse.
  • Von den insgesamt ca. 3,5 Mio. Unternehmen in Deutschland haben 90% weniger als 10 Beschäftigte.
  • 50% des Umsatzes wird jedoch durch Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten erwirtschaftet.
  • Obwohl der Anteil der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten nur 0,42 % beträgt, arbeiten ca. 45 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen mittelgroßen Unternehmen.
  • Nur 539 Unternehmen in Deutschland haben (2016) mehr als 3000 Beschäftigte.
Das heimliche Herz der deutschen Wirtschaft

TRADEMUS-Klienten sind diese typischen deutschen Mittelständler, nicht mehr klein, aber auch (noch) keine Großunternehmen, eigenständige mittelgroße Unternehmen mit ca. 250 bis 3000 Beschäftigten, auch MidCaps genannt.

2016 zählte Deutschland etwa 14.000 dieser MidCaps. Zu ihnen gehören zahlreiche heimliche Weltmarkführer, viele Innovationsführer in speziellen Nischen, die sie oft selbst geprägt haben, aber auch z.B. Zulieferer für hochpräzise Komponenten oder für Mess- und Regeltechnik.

Diese mittelgroßen, weit überwiegend eigentümergeführten Familienunternehmen sind die Shootingstars und „das heimliche Herz“ der deutschen Wirtschaft, wie das Institut der deutschen Wirtschaft kürzlich wieder einmal nachgewiesen hat.

In den 13 Jahren zwischen 2003 und 2016 ist die Anzahl der Beschäftigten bei diesen MidCaps um mehr als 40% gestiegen. Auch in den kleineren MidCaps mit 250 bis 1000 Beschäftigten wurden in dieser Zeit 1,3 Millionen neue Jobs geschaffen. In den 539 Großunternehmen mit mehr als 3000 Beschäftigten entstanden im selben Zeitraum „nur“ 960.000 Arbeitsplätze.

Wichtig ist auch die Tatsache, dass die Anzahl dieser MidCaps in den letzten 13 Jahren um fast 38 % gestiegen ist, während die Zahl der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) mit weniger als 250 Mitarbeitern nur um knapp 10% gestiegen ist und zuletzt sogar rückläufig war. 

Das bedeutet: Auch bei den ca. 62.000 Unternehmen mit 50 bis 250 Beschäftigten befindet sich ein erheblicher Teil auf einem dynamischen Wachstumspfad in Richtung eines kleineren MidCap-Unternehmens und damit in den ökonomisch und gesellschaftlich vielversprechendsten Teil der deutschen Wirtschaft.

TRADEMUS rechnet deshalb mit mindestens 30.000 Unternehmen in Deutschland, die die KMU-Obergrenzen der EU (250 Beschäftigte) entweder bereits überschritten haben oder in einer mittelfristigen Zeitspanne überschreiten werden.

Sie sind keine Großunternehmen, sondern das Energiezentrum des deutschen Mittelstands.

Der wachsende Mittelstand im toten Winkel der Politik

Leider hat die Politik die zentrale Bedeutung der mittelgroßen Unternehmen oberhalb der KMU-Schwellen und den Boom der MidCaps noch nicht so richtig wahrgenommen.

Das liegt vor allem auch daran, dass die amtlichen Statistiken nur zwischen KMU und Großunternehmen unterscheiden.

In der deutschen Definition zählt ein Unternehmen mit 501 Beschäftigten bereits als Großunternehmen, bei der EU schon ab 251 Mitarbeitern. Hier sind realitätskonforme Anpassungen dringend erforderlich.  

Wachstum und Innovation sind auf Forschung und Entwicklung angewiesen. Allerdings fehlt den MidCaps der Zugang zu finanziellen Mitteln, wie ihn die ganz Großen haben. Viele Förderprogramme und politische Vorhaben sind nur auf KMU zugeschnitten.