Von der Idee zur Struktur
Die TRADEMUS-Organisation ist das Ergebnis einer über mehr als vier Jahrzehnte gewachsenen Entwicklung, in der aus einer Idee Schritt für Schritt ein Unternehmen, eine Stiftung und schließlich eine dauerhaft zukunftsfähige Gesamtstruktur entstanden sind.
1982 – Die Idee
Die Wurzeln der TRADEMUS-Organisation reichen in das Jahr 1982 zurück, als sich der Gründer Michael Höchsmann auf die Beratung von Familienunternehmen spezialisierte. Von Anfang an arbeitete er mit einem multidisziplinären Expertennetzwerk, das er TRADEMUS nannte – lateinisch für „wir werden weitergeben“.
Im Mittelpunkt dieser Beratergemeinschaft stand die Idee der Generativität: Werte, Wissen, Verantwortung und Chancen so weiterzugeben, dass daraus Zukunftsperspektiven für die nächste Generation entstehen.
2002 – Die Unternehmen
Aus diesen Leitgedanken entwickelte sich ein unternehmerischer Auftrag. Aus dem Netzwerk wurde zunächst ein Geschäftsbereich und anschließend die TRADEMUS GmbH. Parallel entstanden zwei weitere Gesellschaften, eine Personalberatung und COMPITUM Advisors als Sozietät für Executive Sparring.
2012 – Die Entscheidung
Als eine familieninterne Unternehmensnachfolge endgültig ausgeschlossen war, erhielt die Idee des Weitergebens eine neue Dimension. Michael Höchsmann entschied sich, sein Lebenswerk dauerhaft in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen und Chancengerechtigkeit in Deutschland und im Globalen Süden zu fördern.
Zur Vorbereitung einer externen Lösung wurden die Marken TRADEMUS und COMPITUM in das Markenregister eingetragen.
Der Erlös aus der Veräußerung der Personalberatung bildete einen wesentlichen Grundstock für das Vermögen der späteren TRADEMUS Stiftung.
2017 – Die Stiftung
Mit der Errichtung der gemeinnützigen TRADEMUS Stiftung erhielt die Idee ihre institutionelle Form. Seither verbindet sie unternehmerische Verantwortung und gemeinnütziges Engagement in einem gemeinsamen Wirkungskreislauf.
Als Markeninhaberin erhält die Stiftung regelmäßig Lizenzeinnahmen aus den Beratungshonoraren der TRADEMUS Beratung GmbH und ihrer Schwestergesellschaft COMPITUM Advisors Partnerschaft (Executive Sparring). So entstehen kontinuierlich Finanzmittel zur Unterstützung benachteiligter Menschen.
2026 – Die Zukunftssicherung
Nach der Übergabe der Unternehmensführung an Dr. Philip Eigen und York Lindenschmidt wurde die TRADEMUS Beratung als GmbH in Verantwortungseigentum neu aufgestellt. Die TRADEMUS Stiftung übernahm dabei als Guardian Shareholder die dauerhafte Sicherung der Grundprinzipien des Steward Ownership.
Diese Eigentumsstruktur schafft einen verlässlichen Ordnungsrahmen: Sie schützt das Unternehmen vor spekulativer Verwertung, ermöglicht eine langfristige Zweckorientierung, sichert qualifizierte Führung und ermöglicht eine krisenfeste Unternehmensverfassung.
Was 1982 als Idee begann, ist heute in einer dauerhaft angelegten Organisation verankert, die unternehmerisches Handeln, Mittelstandsentwicklung, Gemeinwohl und globale Solidarität miteinander verbindet.
Das Leitmotiv lautet: Weitergeben und Entwicklung fördern – für eine Zukunft in gemeinsamer Verantwortung.
Gemeinsam mehr erreichen
TRADEMUS nutzt die Hebelwirkung und das kreative Potenzial intelligent organisierter Netzwerke. Erfolgskriterien sind eine ausgeprägte Vertrauenskultur und ein einzigartiges Leistungsangebot, verbunden mit Transparenz und einem aktiv gelebten Wertekodex.
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Netzwerken ist: Die TRADEMUS Stiftung als nicht-kommerzieller Kern der Gemeinschaft konkurriert nicht mit den Mitgliedern des Netzwerks. Sie kann ihre Kraft uneigennützig auf den Zusammenhalt und das gemeinsame Gelingen richten.
TRADEMUS ist eine visionäre Gemeinschaft, die auf lange Sicht entwickelt und erhalten werden soll. Das Motto lautet: Built to last. Wir wollen weiterbestehen, indem wir den Menschen dienen, freiwillig teilen und uns systematisch erneuern.
Unsere Netzwerkkultur basiert auf Geben und Nehmen. In dieser Reihenfolge. Eine gute Gemeinschaft braucht Geduld und Zeit zum Wachsen.
Wichtig ist das Grundverständnis aller Beteiligten, dass ein Netzwerk kein statisches Gebilde ist, sondern ein gemeinschaftlich getragener Dauerprozess, der kontinuierlich mit dem Erleben aufrichtiger Kommunikation und zielgerichteter Fortschritte gefüllt werden muss.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Verbindlichkeit gründet sich auf Taten, aber auch auf Klarheit und Nachvollziehbarkeit, und die wird in der TRADEMUS-Gemeinschaft in einem von allen Mitgliedern persönlich unterzeichneten Werte- und Verhaltenskodex hergestellt.